Sonntag, 18. Juli 2010
Tag 3: Von Zuort nach Sta. Maria
Heute erwartet uns die grandiose Route durch die Uina-Schlucht. Sie gilt als Highlight jeder Alpenüberquerung. Wir sind darauf gespannt.
Erst einmal geht es von Zuort aus talwärts ins Inntal, dann entlang in Richtung Scoul, um Lutz verbogenes Schaltwerk zu richten. Die Abfahrt ist richtig schnell und macht gleich mal riesig Spass am frühen morgen. Es dürfte so gegen 9.00 h sein. Wir finden schnell einen Specialized Dealer, der zuvor noch das Rad eines Rennrad-Schnösels richten muss. Als wir dran sind, lassen Dietmar und Carl gleich ihre Schaltwerke einstellen. Die hatten sich am Vortag auch leicht verstellt.
Das Wetter ist jetzt endgültig auf unserer Seite. Ab heute lassen wir Wolken und Regen hinter uns. Wir fahren wieder zurück den Inn flußabwärts bis Crusch und biegen dann rechts ab in Richtung Uina-Schlucht bzw. Val dÚina.
Wir sehen den Wagen von Serac Joe und bald danach auch die Truppe, die nch oben in Richtung Sesvenna geführt wird. Es ist eine Gruppe von Jungs im Alter von 12-13 Jahren, die an diesem tag bis zur Sesvenna fahren werden. Sie sind flott unterwegs, die Jungs!
Dann enger in den Fels gehauener Aufstieg durch die Schlucht. Die Strecke ist anfangs gut fahrbar, ein fahrbarer Schotterweg bis Uina Dadaint , geht dann über in einen z.T. fahrbaren Singletrail. Wir machen zahlreiche Fotos und Kupfi nimmt einige Sequenzen mit der Videokamera auf. Dietmar und Carl ziehen dann vorneweg. Uina Dadaint ist ein bewohnter Hof auf 1770 m Höhe. Die Strecke führt mitten über den Hof. Ein kleiner Jungs sitzt planschend im Waschzuber und erfrischt uns mit seinem Badewasser - das hoofentlich keine weiteren, natürlichen Zusätze hat. Doch der Anstieg wird zusehendst steiler, Schieben ist angesagt. Der weitere Weg wird dann zu einem engen in den Fels gehauenen Aufstieg durch die Schlucht.
In der Schlucht selbst kommen uns Biker entgegen - schnell abwärts fahrend - und sind sichtlich in Eile. Sie müssen nach Landeck auf den Zug. Wir schütteln nur den Kopf über soviel Waghalsigkeit.
Die Uina-Schlucht ist schon von unten betrachtet wirklich das versprochene Highlight der Tour. Auch in der Schlucht selbst faszinieren die Blicke in die Tiefe. Wir geniessen jeden Augenblick . es ist der erste warme Sommertag der Tour, den wir ganz in kurz bestreiten können.
Nach Erreichen der Hochebene finden wir wieder einen fahrbaren Singletrail vor, der zunächst bis zur neuen Sesvennahütte reicht und dann bis zum Schlinigpaß wieder bergab geht. Zunächst sehen wir jedoch die alte Sesvennahütte links, später dann die neue eher rechts hinter einer Biegung. Kurz vor der Hütte überqueren wir die Grenze von der Schweiz nach Italien. Kupfi und Dietmar posen in den jeweiligen Trikots für die Kameras.
Die Abfahrt von der Sesvenna ist zunächst irre steil, vorbei an einem Wasserfall unterhalb der Sesvennahütte. Carl ist nicht zu bremsen und heizt zum Unmut des Rests die Straße hinabnach Mals vorbei an der Schliniger Alm, Schlinig und Schleis. In Laatsch treffen wir uns dann vor dem Sparmarkt wieder.
Das nächste Teilstück stellt den Schlußabschnitt der heutigen Etappe dar und führt von Laatsch in der Südtiroler Spätnachmittagssonne in Richtung Taufers, Münster nach Sta. Maria, unserem Etappenziel. In Münster fahren wir am Kloster St. Johann, einem Weltkulturerbe der Unesco vorbei. Die Beine sind nach dieser langen Etappe jetzt doch schwer geworden, zumal wir zwischen Laatsch und Sta. Maria nochmals fast 300 Höhenmeter machen. Nicht sehr viel, doch zu dieser Tageszeit spürbar.
Der letzte Anstieg vor Sta. Maria geht nochmals fies und nicht endend wollend in die Beine. Dann sind wir da.
Heute haben wir uns eine besondere Unterkunft und ein besonderes Abendessen ausgesucht. Wir nächtigen und speisen im Hotel Piz Umbrail in Sta. Maria (CH). Das liegt im Schweizer Nationalpark. Bereits bei der Ankunft vor dem Hotel zeigt die Chefin die Hauses, Ladina Wanninger, was sie mit uns vor hat: 6 frisch gezapfte Pils, da waren wir noch nicht vom Rad gestiegen.
Die Zimmer sind sehr schön eingerichtet und passen zum ganzen Ambiente des Hauses. Alle Details stimmen. Wir trinken auf dem Zimmer noch ein weiteres kühles Bierchen und freuen uns auf Dusche und Abendessen. Selbstredend werden unsere Radklamotten gewaschen. Ein Handschuh geht jedoch verloren.....
Zum Abendessen in der Cruschina Naira beim Sternekoch zu sitzen wir dann zu sechst mit 3 Paar Schuhen! Zur Feier des Tages werden dann Muscle-Shirt und Adiletten ausgepackt. Ladina und Josef sehen das locker. Es kommen immer wieder Biker ins Haus.
Wir diskutieren die weitere Streckenführung - über den Umbrailpass oder die alternative Strecke durch das Val Mora. Die Wanningers empfehlen uns wärmstens das Val Mora. Es sollte eine gute Empfehlung werden.
Die Streckenführung der 3. Etappe:
Zuort-Val Sinestra-Vna-Ramosch-Crusch-Sent-Scuol-Crusch-Val dÚina-Sesvennahütte Schliniger Alm-Schlinig-Schleis-Mals-Laatsch-Taufers-Münster-Sta. Maria
Die technischen Daten der 3. Etappe:
• Fahrstrecke: 74,03 km
• Fahrstrecke kumuliert: 201,29 km
• Fahrzeit: 6:07:59 h
• Durchschnitt: 12,48 km/h
• Vmax: 78,5 km/h
• Höhenmeter:
• Höhenmeter kumliert:
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