"Piccollo Chefe" serviert zum Frühstück gleich mal einen verdorbenen O-Saft, Carl war erster beim Frühstück und hat gleich mal ein Glas geleert, er hat den Geschmack noch bis heute im Gedächtnis.
Für den heutigen Tagesabschnitt sind wir quasi Testpiloten: unsere heutige Etappe ist nahezu deckungsgleich mit der Schlussetappe der Transalp-Challenge 2006.
Heute steht die Überquerung von zwei nennenswerten Pässen an:
Erstens der Passo Rango (1.326m) und zweitens zum krönenden Abschluss der Tremalzo mit der grandiosen Abfahrt zum Gardasee. Diesen letzten Tag in Richtung Riva beginnen wir zunächst gemächlich. Gleich hinter dem Hotel in Cimego führen uns Karten und GPS durch ein Gewerbegebiet hin zu einer angenehm ansteigenden Straße in Richtung Passo Rango. Auf einer Art Hochebene (1.150 m) finden wir eine Siedlung und geniessen ein schönen Ausblick ins Tal Richtung Storo.
Die Strecke geht über in eine Schiebepassage, die mitten durch den Wald führt. Von einem Weg keine Spur. Das GPS ist heute kein verlässlicher Begleiter. Wir müssen das erste Stück bergab die Räder tragen, das Unterholz ist ziemlich dicht. Dann geht es weiter bergab in Richtung Ledrotal.
Über Tiarno soll es ein Stück im Valle del Ampola entlang dann in den Anstieg zum Tremalzo gehen. Wir fahren den Tremalzo damit von Norden an. Wir haben mangels rechtzeitiger Pause schon bei der Auffahrt Hunger versürt. Mangels Einkehr- oder Einkaufsgelegenheit an diesem Tag, machen auf der Karte eine Ortschaft aus, in der wir Rast machen wollen. Sie nennt sich Santa Croce. Wir hätten es wissen müssen........Dort angekommen schlucken Dietmar. Micha und Carl erst einmal. Statt einer Trattoria besteht dieser Flecken aus einer Kirche! Carl wird ungnädig, denn er kann die süßen Müsliriegel nach 7 Tagen nicht mehr sehen. Wir wissen, dass wir noch einige Kilometer des Aufstiegs vor uns haben. Anstieg ca. 9%. Die Straße zieht sich und zieht sich. Es ist heute sehr heiß und wir füllen die Wasserflaschen bei jeder Gelegenheit.
Dann endlich ist ein Restaurant, die Rifugio di Garibaldi, in Sicht. Wir fallen über Pane und Pasta her, als wäre es das letzte Mal. Die letzten Kilometer hoch zum Tremalzo fallen jetzt doch deutlich leichter.
Vor dem Tremalzotunnel heißt es erst einmal "Posing". Wir sind oben! Jetzt steigt doch schnell das Gefühl in uns auf, die Alpenüberquerung so gut wie geschafft und etwas Großes geleistet zu haben. Wir lassen uns jetzt viel Zeit und halten immer wieder, um Fotos zu machen oder Videosequenzen zu drehen. Kupfi nimmt die gesamte Abfahrt vom Tremalzo auf Band auf.
Verrückte auf Quads und eine Familie im Pkw begegnen uns. Das Auto muss nach dieser Tour Schrott sein.
Der See ist lange nicht in Sicht, wir müssen noch einige Kilometer in Richtung Passo Nota bzw. Riva abfahrenm, bis wir den See das erste Mal sehen können, ein erhabenes Gefühl. Spätestens jetzt wissen wir: wir haben es geschafft!
Sturz Lutz und ein Verband für drei.
Siegerfotos am Ortseingang. Heike guidet uns zum Hotel. Erst einmal ein Bier zur Belohnung! Wir treffen Lutz Familie mit den Kindern.
Unser abschliessendes Abendessen in findet im Restaurant "Alla Grotta" zwischen Riva und Arco unterhalb des Monte Brione statt. Kupfi hat ein kleines Hüngerchen und bestellt zur Freunde von Heike ein Steak mit ca. 1.200 Gramm.
Nach dem Essen machen wir einen kleinen Verdauungsspaziergang durch Riva und fallen in einer Eisdiele ein.
Die technischen Daten der 7. Etappe:
• Fahrstrecke: 64,4 km
• Fahrstrecke kumuliert: 486,60 km
• Fahrzeit: 7:05:50 h
• Durchschnitt: 9,07 km/h
• Vmax: 52,4 km/h
• Höhenmeter:
• Höhenmeter kumliert:

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